Software „REGNITZ – IT für Inklusion und Teilhabe“ der Regnitz-Werkstätten

Teilhabe am Arbeitsleben durch Digitalisierung der Warenwirtschaft und Fertigungssteuerung

Unter dem Label „REGNITZ – IT für Inklusion und Teilhabe“ haben die Regnitz-Werkstätten gemeinnützige GmbH in Erlangen eine eigene Software entwickelt.

Das Ziel dieser Softwarelösungen steckt bereits im Namen: die Inklusion und Teilhabe der Menschen mit Beeinträchtigung soll im Arbeitsalltag erreicht werden.

© Regnitz-Werkstätten gemeinnützige GmbH

Die Umsetzung erfolgt mittels Anwendung von Tablets, Die Software ist übersichtlich gestaltet und einfach zu bedienen. Die Menschen mit Beeinträchtigung werden in dem Umgang mit den Tablets geschult und fortlaufend unterstützt. Durch die Gerätenutzung sind Fotos und Videos einfach zu erstellen und die Sprach- und Vorlesefunktion helfen Barrieren abzubauen.

Die einfache Ausgestaltung der Software bietet den weiteren positiven Effekt, dass auch alle Angestellten, den im betrieblichen Ablauf notwendigen Umgang mit der Software besser umsetzen können. Die Praktikabilität von Softwareanwendungen ist unter dem Aspekt des Fachkräftemangels ein wichtiger Aspekt . Die Software kann auch  für Personengruppen mit Schwierigkeiten im Sprachverständnis (z.B. Menschen mit Migrationshintergrund) die Teilhabe am Arbeitsleben erleichtern.

Folgende Apps sind in der Software aktuell enthalten:

Unterstützt wird die Software EWA für Fertigungssteuerung und Warenwirtschaft durch das Modul EMI (einfach mitmachen), welche mit EWA Hand in Hand zusammenarbeitet und so einen inklusiven Workflow zwischen allen Ebenen schafft.

Die Regnitz-Werkstätten arbeiten seit 2023 im Echtbetrieb mit dem System. Die gesamte Fertigungssteuerung und die Warenwirtschaft werden über das System abgewickelt. Der Aufwand für das Gruppenpersonal in der Fertigung wurde stark reduziert. Die Menschen mit Beeinträchtigung sind eng in den Prozess eingebunden und somit mit ihren Kompetenzen inklusiv beteiligt.

© Regnitz-Werkstätten gemeinnützige GmbH

Die vorhandene Software wird permanent weiterentwickelt und neue Funktionen programmiert. In der Entwicklung befindet sich aktuell die App EBM – „einfach begleitende Maßnahmen koordinieren“.

Dies wird ein Modul, mit dem arbeitsbegleitende Maßnahmen einfach und strukturiert darzustellen sind. Neben der Information zu vorhandenen Kursen ist eine Anmeldefunktion zu den Angeboten geplant, sodass die Kurse einfacher zu verwalten und zu koordinieren sein sollen.

Gemäß Werkstättenverordnung (WVO) sind Werkstätten verpflichtet, auch arbeitsbegleitende Maßnahme anzubieten. Die Koordination der Kurse und die Bereitstellung der dazugehörigen Informationen soll durch die Software einfacher und übersichtlicher werden. Die Menschen mit Beeinträchtigung sollen in die Lage versetzt werden, über die digitale Bereitstellung selbstbestimmter an die für sie erforderlichen Informationen zu kommen.

Die Einbindung von Menschen mit Beeinträchtigung in die Koordination der Kurse und Pflege der Daten ist mittels gezielter Schulung ebenso möglich.

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