Podiumsdiskussionen in Leichter Sprache der KJF Werkstätten gGmbH zum Thema Inklusion, Barrierefreiheit und Teilhabe.

Die Einrichtungen der Eingliederungshilfe in Bayern unterstützen konkret bei der Bildung zur Demokratie zu den Kommunalwahlen 2026.

Die KJF Werkstätten haben in Eggenfelden, Straubing/Mitterfels, Mitterteich und Regensburg vier Podiumsdiskussionen in Leichter Sprache organisiert, um Menschen mit Behinderung politische Inhalte verständlich zugänglich zu machen. Mehr als 340 Beschäftigte nutzten die Gelegenheit, direkt mit Kandidatinnen und Kandidaten zu sprechen. Die Veranstaltungen zeigten eindrucksvoll, wie wichtig politische Bildung für eine echte demokratische Teilhabe ist. Denn nur wer versteht, worüber entschieden wird, kann seine Stimme selbstbestimmt abgeben und seine Rechte aktiv wahrnehmen.

Werkstatträtin Bianka Widl machte die Anliegen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Eggenfeldener Werkstätten St. Rupert deutlich. Sie lud die Politiker zu einem gemeinsamen Arbeitstag in die KJF Werkstätten ein. @ Sebastian Schmid

Die Diskussionen machten deutlich, dass politische Beteiligung von Menschen mit Behinderung kein Randthema, sondern ein Kern demokratischer Werte ist. Themen wie Barrierefreiheit, Mobilität, Wohnen, der Zugang zu Informationen oder gerechte Arbeitsbedingungen betreffen ihren Alltag unmittelbar. Durch den Einsatz von Leichter Sprache konnten Fragen präzise formuliert und Anliegen klar vermittelt werden. Viele Beschäftigte schilderten konkrete Situationen, in denen Barrieren ihren Alltag erschweren – und forderten Verbesserungen ein. Damit wurden die Podiumsdiskussionen zu wichtigen Lernorten demokratischer Praxis.

Podiumsdiskussion in den Straubinger Werkstätten St. Josef (vorne von links: Werkstattrat Alex Temmel, Werkstatträtin Erika Stelzl, Sebastian Müller, Leiter des Büros für Leichte Sprache der KJF Regensburg. hintere Reihe, von links: Andreas Liebl, Freie Wähler, Andreas Aichinger, CSU, Oskar Saller, SPD, Markus Beck, Vertrauensperson des Werkstattrats, Evi Feldmeier, Geschäftsführerin der KJF Werkstätten gGmbH, Mario Franz, Leiter des Fachdiensts für Leichte Sprache, Melanie Eibl, Geschäftsführerin der KJF Werkstätten gGmbH) @ Sebastian Schmid

Besonders positiv war, dass zahlreiche Politikerinnen und Politiker zu Arbeitstagen in den Werkstätten einluden oder selbst Teilhabe-Angebote stärken wollen. Damit entsteht ein Dialog auf Augenhöhe, der weit über die Veranstaltungen hinausreicht. Auch Anregungen zu barrierefreien Wahllokalen, besserer Erreichbarkeit oder verständlicheren Verwaltungswegen wurden aufgenommen und sollen weiterverfolgt werden.

Werkstatträtin Erika Stelzl moderierte die Podiumsdiskussion in den Stiftlandwerkstätten St. Elisabeth Mitterteich. @ Sebastian Schmid

Die KJF Werkstätten betonen die Bedeutung politischer Bildung in Leichter Sprache: Sie ermöglicht Menschen mit Beeinträchtigungen, ihre Stimme selbstbestimmt einzusetzen und sich aktiv in demokratische Prozesse einzubringen. Die vier Veranstaltungen zeigen, wie wichtig verständliche Information, Begegnung auf Augenhöhe und die gemeinsame Suche nach Lösungen für eine inklusive Gesellschaft sind.

Rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der St. Johannes Werkstätte Regensburg nutzten die Gelegenheit, um sich über die Standpunkte der Kandidaten zu informieren. @ Sebastian Schmid

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