Bayerischer Werkstättentag 2026 in Straubing  – Niederbayern

Über 130 Vertreter*innen der bayerischen Werkstätten haben sich am 22. April in Straubing im Magnobonus – Markmiller Saal der Barmherzigen Brüder zum diesjährigen bayerischen Werkstättentag der LAG WfbM Bayern getroffen.

Bei herrlichem Sonnenschein wurden die aktuell wichtigen Themen der bayerischen Werkstätten besprochen. Es wurde deutlich, wie stark sich die Teilhabe am Arbeitsleben und die Werkstätten für Menschen mit Behinderung aktuell im Wandel befinden.

Der bayerische Werkstättentag 2026 der LAG WfbM Bayern war bis auf den letzten Platz ausgebucht.

Sozialministerin Ulrike Scharf leitete den Werkstättentag mit einer Videobotschaft ein.

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich begrüßte die bayerische Werkstätten Szene und die vielen Gäste wie folgt: „Die Werkstätten für Menschen mit Behinderung in ganz Niederbayern leisten einen wertvollen Beitrag zur Teilhabe am Berufsleben“.

Markus Pannermayr, Bürgermeister von Straubing hielt eine pointierte Begrüßungsrede und hob, einerseits die exzellente Arbeit der Werkstätten hervor, machte andererseits aber auch deutlich, dass die Kommunen bereits heute hohe finanzielle Defizite haben und sich dieses strukturelle Problem noch weiter zuspitzen werde. Es gelte deshalb, als Gesellschaft stärker zu priorisieren und Eigenverantwortung mit Solidarität ins Gleichgewicht zu bringen.

Der Fokus der politischen Vertreter lag auf Inklusion, Personenzentrierung aber auch die fiskalischen Zwänge standen klar im Vordergrund. Diese Fragen standen auch beim fachpolitischen Austausch zwischen der LAG WfbM, den Werkstatträten und der Bezirkssozialverwaltung vertreten von Dr. Marje Mülder, Bezirk Oberpfalz im Mittelpunkt. Die Evaluation der neuen Rahmenleistungsvereinbarung für Bayern wurde kontrovers diskutiert. „Das kann nicht unser Anspruch sein, dass wir ein neues System schaffen, das mehr Ressourcen braucht, die aber noch mehr in die Verwaltung gehen als vorher“, sagte Peter Pfann, Vorstandsvorsitzender der LAG WfbM Bayern. Die Diskussion zur Modellphase zeigte, wie wichtig klare, tragfähige Strukturen für die Zukunft der Teilhabe am Arbeitsleben sind.

Podiumsdiskussion zwischen Erika Stelzl Vorstandsmitglied der LAG-WR-Bayern e.V., Tobias Utters Moderator, Dr. Marje Mülder, Leitung Bezirkssozialverwaltung, Bezirk Oberpfalz und Peter Pfann, Vorstandsvorsitzender der LAG WfbM Bayern.

Yvonne Schellin, Leitung des Fachbereichs Berufseinstieg und Teilhabe der Regional Direktion Bayern präsentierte zum neuen Fachkonzept für den Eingangsbereich und Berufsbildungsbereich (EV/BBB). Insbesondere die Auswirkungen des Qualitäts- und Leistungshandbuch wurden erläutert, wie dies eine Grundlagen für eine moderne und verlässliche Leistungserbringung legen soll.

Am Nachmittag richtete sich der Blick nach vorne: aktuelle Entwicklungen auf Bundesebene sowie die Mitgliederversammlung der LAG WfbM Bayern mit zentralen Beschlüssen – unter anderem zur zukünftigen Finanzierung – markieren wichtige Weichenstellungen für die kommenden Jahre.

Die Werkstätten, anderen Leistungsanbieter und Förderstätten stehen vor großen Herausforderungen – aber auch vor der Chance, ihre Rolle im System der beruflichen Teilhabe klar weiterzuentwickeln. Entscheidend bleibt dabei der gemeinsame Dialog zwischen Politik, Leistungsträgern, den Beschäftigten Menschen mit Behinderungen und der Praxis aus den Einrichtungen.

Mitgliederversammlung der LAG WfbM Bayern am Nachmittag.

Der nächste bayerische Werkstättentag wird 2027 in Schwaben stattfinden. Wir freuen uns bereits auf den das nächste Treffen!

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