08.07.2026

Gemeinsam die Zukunft der Werkstätten gestalten – LAG WfbM Bayern im Austausch mit Staatsministerin Ulrike Scharf
Die Vorsitzenden und die Geschäftsführung der LAG WfbM Bayern hatten die Gelegenheit zu einem persönlichen Austausch mit Frau Staatsministerin Ulrike Scharf. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen zentrale Zukunftsfragen der Werkstätten für Menschen mit Behinderung sowie die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für eine gelingende Teilhabe am Arbeitsleben.
Der Austausch bot die Möglichkeit, aktuelle Herausforderungen, aber auch die vielfältigen Chancen und Entwicklungsperspektiven der Werkstätten gemeinsam zu beleuchten. Dabei wurde deutlich: Werkstätten leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Sie verbinden berufliche Bildung, Qualifizierung, Beschäftigung und persönliche Entwicklung und schaffen individuelle Perspektiven für Menschen mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen.
Verlässliche Rahmenbedingungen für die Zukunft der Werkstätten
Ein Schwerpunkt des Gesprächs lag auf der Zukunftssicherung der Werkstätten. Themen wie die investive Förderung, der Abbau von Bürokratie in der Eingliederungshilfe sowie die weitere Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes standen dabei im Fokus.
Die Werkstätten benötigen verlässliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen, um ihren Auftrag auch künftig erfolgreich erfüllen zu können. Gerade angesichts steigender Anforderungen ist es wichtig, die vorhandenen Ressourcen dort einzusetzen, wo sie unmittelbar der Teilhabe und Unterstützung von Menschen mit Behinderung zugutekommen.
Positive Entwicklungen und innovative Projekte sichtbar machen
Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt war die Frage, wie die vielfältigen Leistungen und Entwicklungen der Werkstätten stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden können.
Werkstätten sind Orte der Innovation und Entwicklung. Projekte wie die Duale Bildung zeigen beispielhaft, wie berufliche Qualifizierung weitergedacht und neue Wege eröffnet werden können. Durch individuelle Bildungsangebote, innovative Konzepte und enge Kooperationen mit der Wirtschaft entstehen Chancen für Menschen mit Behinderung, ihre Fähigkeiten einzubringen und berufliche Perspektiven zu entwickeln.
Gemeinsam wurde die Bedeutung solcher erfolgreichen Praxisbeispiele hervorgehoben. Sie machen sichtbar, welchen wichtigen Beitrag Werkstätten für Menschen mit Behinderung, für Unternehmen und für die Gesellschaft insgesamt leisten.
Demokratiebildung als wichtiger Baustein gesellschaftlicher Teilhabe
Ein weiterer Anknüpfungspunkt für die zukünftige Zusammenarbeit ist das Thema Prävention und Demokratiebildung in Werkstätten.
Demokratie lebt von Beteiligung und Mitgestaltung. Deshalb sind Mitbestimmung, politische Bildung und die Stärkung demokratischer Kompetenzen wichtige Bestandteile einer umfassenden Teilhabe. Menschen mit Behinderung müssen die Möglichkeit haben, ihre Rechte wahrzunehmen, eigene Interessen zu vertreten und aktiv am gesellschaftlichen Leben mitzuwirken.
Die LAG WfbM Bayern sieht in diesem Themenfeld einen wichtigen Zukunftsbereich und möchte den fachlichen Austausch hierzu weiter vertiefen.
Dialog wird fortgesetzt
Die Gesprächspartner waren sich einig, den begonnenen Austausch fortzusetzen und gemeinsam an den Zukunftsthemen der Werkstätten in Bayern weiterzuarbeiten.
Die LAG WfbM Bayern bedankt sich herzlich bei Frau Staatsministerin Ulrike Scharf für den offenen, konstruktiven und wertschätzenden Dialog. Gemeinsam gilt es, die Rahmenbedingungen für Teilhabe weiterzuentwickeln und die Leistungen der Werkstätten für Menschen mit Behinderung noch stärker sichtbar zu machen.