08.07.2026

Die LAG WfbM Bayern besucht die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Ein Zeichen gegen das Vergessen
80 Jahre nach Kriegsende, am Vortag des Bayerischen Werkstättentags 2025 in Weiden, besuchte der Vorstand der LAG WfbM Bayern die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in der Oberpfalz, um ein klares Zeichen gegen das Vergessen zu setzen und für eine inklusive Gesellschaft einzustehen.

Das Konzentrationslager Flossenbürg wurde im Mai 1938 errichtet als Ausdruck der systematischen Umsetzung der menschenverachtenden Ideologie des NS-Regimes. Häftlinge wurden politisch verfolgt, entrechtet, zur Zwangsarbeit ausgebeutet, entmenschlicht und ermordet.
Die Führung durch Prof. Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der Gedenkstätte, war für den Vorstand eindrücklich und bewegend. Sie erinnerte daran, wie unverzichtbar der Schutz von Minderheiten und die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen ist. Besonders erschütternd bleibt die Erinnerung an die „Aktion T4“, bei der über 70.000 psychisch kranke und behinderte Menschen ermordet wurden.
Das Museumscafé: ein starkes Symbol für gelebte Inklusion

Das Museumscafé der Gedenkstätte wird von der Werkstatt des HPZ Irchenrieth betrieben und bietet für Menschen mit Behinderung hochwertige Arbeitsplätze – an einem Ort, der einst für die brutalste Form von Ausgrenzung stand. Heute wird hier Teilhabe aktiv ermöglicht.
Der Besuch ist auch ein Appell an unsere Gegenwart: Wenn demokratische Werte offen in Frage gestellt werden, wenn die Erinnerung an die NS-Verbrechen relativiert wird oder erneut gegen Minderheiten gehetzt wird, braucht es klare Haltung. Ausgrenzung darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.
Nie wieder ist jetzt.